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KIgA e.V. erhält Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage 2012


13.11.2012 – Gestern erreichte uns die freudige Nachricht, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland uns, der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage für 2012 verleihen wird. Der Preis soll bei einer Gedenkveranstaltung für den Namensgeber, den früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, am 16. Januar 2013 in Düsseldorf verliehen werden.

Zentralrat der Juden in Deutschland
Presseerklärung
12.11.2012

 

Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht Paul-Spiegel-Preis 2012 und 2013

Der Zentralrat der Juden in Deutschland vergibt den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage für 2012 und 2013 an die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus und an die Initiative „Wir für Lübtheen“. Die Preise sollen bei einer Gedenkveranstaltung für den früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel sel. A., am 16. Januar 2013 in Düsseldorf verliehen werden.

Den Paul-Spiegel-Preis 2012 erhält die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus. Seit 2003 erarbeitet die Initiative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft. Derzeit befindet sie sich leider wegen fehlender Förderung in finanziellen Schwierigkeiten.

„Früher als andere hat die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus erkannt, wie wichtig die Bekämpfung von Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft ist“, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann. „Die Initiative war mutig genug, das Problem zum Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen und öffentlich zu thematisieren. Die Arbeit verdient deshalb noch mehr Anerkennung und Unterstützung.“

Die Bürgerinitiative „Wir für Lübtheen“, die den Paul-Spiegel-Preis 2013 erhält, versucht seit Jahren, in der mecklenburg-vorpommerschen Gemeinde den Einfluss der NPD zu beschränken. Mit dem jährlichen „Lindenfest“, Lesungen und „Tagen der offenen Türen“ stemmt sich die überparteiliche Initiative „Wir für Lübtheen“ gegen die Ausbreitung des Rechtsextremismus.

„Die Initiative zeigt auf vorbildliche Weise Flagge gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass“, erklärte Dr. Graumann. „Das erfordert Mut, persönliches Engagement und eine hohe Wertschätzung für die Demokratie. Diesen vorbildlichen Einsatz wollen wir mit der Auszeichnung würdigen.“

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage des Zentralrats der Juden wird in Erinnerung an Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für eine starke Bürgergesellschaft vergeben. Mit dem Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, ehrt der Zentralrat der Juden Menschen, die sich in besonderem Maße für eine lebendige und stabile Demokratie engagiert und Zivilcourage bewiesen haben.

Der Preis wurde im Jahr 2009 zum ersten Mal an den sächsischen Polizeipräsidenten Bernd Merbitz in Dresden vergeben. 2011 wurde das das Ehepaar Horst und Birgit Lohmeyer aus Jamel in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Frankfurt/Berlin, 12. November 2012/27. Cheschwan 5773