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Fortbildung: „Vorurteile, Judenfeindschaft und der schwierige Konflikt in Israel und Palästina“ am 17. November 2014


08.10.2014 - Am 17. November 2014 führt KIgA e.V. im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Neukölln Nord eine Fortbildung für Lehrer/-innen, Sozialarbeiter/-innen und Multiplikator/-innen  zu neuen pädagogischen Materialien gegen Antisemitismus durch.

FORTBILDUNG:

„Vorurteile, Judenfeindschaft und der schwierige Konflikt in Israel und Palästina“ - Neue pädagogische Materialien zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus

Zustimmungen zu antisemitischen Aussagen finden sich in allen Teilen der deutschen Gesellschaft. Oft stehen sie im Zusammenhang mit der NS-Vergangenheit: Weil Nationalsozialismus und Holocaust als moralische Last empfunden werden, möchte man daran nicht erinnert werden oder verweigert eine kritische Auseinandersetzung damit. Zudem treten antisemitische Einstellungen heute immer häufiger unter Bezugnahme auf den Staat Israel und den Nahostkonflikt auf. Besonders dramatisch zeigte sich dies im Sommer 2014, als es im Zuge der Proteste gegen die israelische Militäraktion in Gaza zu antisemitischen Vorfällen und Angriffen auf jüdische Menschen und Einrichtungen kam.

Antisemitismuskritische politische Bildung für die Migrationsgesellschaft muss diesem Sachverhalt Rechnung tragen und die eigenen Konzepte und Methoden immer wieder kritisch hinterfragen: Spielen Herkunft, religiöse oder kulturelle Selbstbeschreibungen und/oder Fremdzuschreibungen für die Beschäftigung mit Antisemitismus eine Rolle? Wie sollten pädagogische Konzepte aussehen, um der Diversität in Klassenzimmern und außerschulischen Jugendgruppen gerecht zu werden?

KIgA e.V. arbeitet seit Jahren zu den Themenfeldern Antisemitismus und Nahostkonflikt, ist in der pädagogischen Praxis aktiv und hat im Rahmen eines Bundesmodellprojektes neue pädagogische Materialien gegen Antisemitismus konzipiert. Der Fokus liegt hierbei auf einem multiperspektivischen Umgang mit dem Nahostkonflikt, der kollektivierende Zuschreibungen und einseitige Schwarz-Weiß-Schemata vermeidet.

In der Fortbildung möchten wir mit Ihnen die Herausforderungen antisemitismuskritischer Bildungsansätze diskutieren. Neben einer kurzen Einführung in das Themengebiet der nachhaltigen Antisemitismusprävention wird es im Anschluss vor allem um konkrete methodische und pädagogische Zugänge und Konzepte gehen, die wir Ihnen vorstellen möchten. Die Materialien bekommen Sie dabei von uns kostenlos bei der Fortbildung gestellt, um im Anschluss selbstständig mit den von uns entwickelten Methoden arbeiten zu können.

Wir freuen uns auf Sie.

Montag, 17. November 2014 | 09 – 15 Uhr

Bezirksamt Neukölln von Berlin, Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin, Raum A105, 1. Stock

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Anmeldungen bitte an: jan.harig@kiga-berlin.org Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Die Fortbildung ist als Bildungsurlaub anerkannt

 

Das Projekt „Antisemitismusprävention an Schulen nachhaltiger gestalten“ ist Teil des Lokalen Aktionsplan in Neukölln-Nord und wird im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.