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Berlin in Vielfalt. Jüdischem Leben begegnen – Vorurteile abbauen

Im Zentrum des Projektes steht die Entwicklung einer dreisprachigen, interaktiven Wanderausstellung (Deutsch, Englisch, Arabisch) zur Vielfalt jüdischen Lebens in Berlin. Die Ausstellung wird sich der Herausforderung stellen, die kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Judentum, Holocaust und Israel insbesondere in migrantisch und/oder muslimisch geprägten Milieus zu fördern.

Ziel des Projektes ist es, in der Darstellung verschiedener Facetten jüdischer Gegenwart Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Nichtjuden hervorzuheben. Wichtig sind dabei Fragen zur Familiengeschichte, dem Familienleben und eventuell vorhandenem Migrationshintergrund sowie der Bezug zur nichtjüdischen Umwelt. Durch eine biographische Herangehensweise werden exemplarisch Jüdinnen und Juden wie auch Nichtjüdinnen und Nichtjuden, die in Berlin am jüdischen Leben teilhaben, vorgestellt.

Dieser biographische Ansatz stellt emotionale Anknüpfungspunkte her, die eine Verbindung ermöglichen zwischen den individuellen und familienbiographischen Lebenserfahrungen, die nicht selten geprägt sind von Erfahrungen der Flucht und des Ankommens, den Herausforderungen der Integration, der Adaption und Transformation von Identitäten und Lebensvorstellungen einerseits und den vergangenen und gegenwärtigen Schicksalen von Jüdinnen und Juden andererseits. Dadurch werden Identifikationspunkte zwischen Betrachtenden und Porträtierten insbesondere über die Frage der Herkunft geschaffen.

Begleitend zur Ausstellung und den damit verbundenen Themenkomplexen werden öffentliche Veranstaltungen, Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Qualifizierungen und Weiterbildung für Multiplikatoren organisiert.

In Zusammenarbeit mit dem Modellprojekt „Vorurteile abbauen / Vielfalt schätzen. Ein Projekt für Geflüchtete“ werden im Rahmen der Ausstellung und begleitender Workshops junge Geflüchtete für den Umgang mit Vielfalt in der deutschen Migrationsgesellschaft sensibilisiert und ihre politischen und sozialen Kompetenzen gestärkt.

gefördert durch die Lotto-Stiftung Berlin