A- A A+

 

Newsletter

 

Aktuelle Publikationen


„Jüdisches Leben in Kreuzberg“ – Ausstellung und Workshop

Mit dem Projekt „Jüdisches Leben in Kreuzberg“ nimmt sich die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) der Geschichte jener ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils an, die während des Nationalsozialismus als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden.

Gefördert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ wurde das Projekt in der Zeit von September 2007 bis Ende Dezember 2008 verwirklicht.

In diesem Rahmen sind eine Ausstellung und ein Workshop entstanden, die einem lokalhistorischen und biografischen Ansatz nachgehen und sich speziell an ein jugendliches Publikum richten.

Die Ausstellung „Warum bist du nicht tot?“ – Geschichten jüdischer Menschen in Kreuzberg wurde in Kooperation mit dem Kreuzberg Museum und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand realisiert. Sie stellt auf 14 Tafeln Grundwissen zur jüdischen Geschichte in Berlin-Kreuzberg und zum Nationalsozialismus bereit und erzählt in vier biografischen Elementen die persönlichen Geschichten jüdischer Kreuzbergerinnen und Kreuzberger. Anhand dieser vier Biografien werden unterschiedliche Aspekte jüdischen Lebens vor 1933 und in den Jahren der Verfolgung bis 1945 dargestellt. Zentrale Themenbereiche sind Flucht und Exil, Selbstbehauptung und Widerstand, Tod und Überleben, religiöse Identität und rassistische Zuschreibung.

Die Ausstellung wurde vom 9. Dezember 2008 bis zum 31. Januar 2009 in der Mittelpunktbibliothek (Wilhelm-Liebknecht-Bibliothek) in der Adalbertstraße gezeigt und somit der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem steht sie als Wanderausstellung für Kreuzberger Schulen zur Verfügung.

Begleitet und ergänzt wird die Ausstellung durch einen Schulworkshop, der auch eigenständig angeboten werden kann. Anhand einer auch in der Ausstellung präsentierten Familienbiografie vertieft der Workshop einzelne Aspekte jüdischer Lebensrealitäten in der Zeit vor, während und nach dem Nationalsozialismus.

Dieser Workshop richtet sich insbesondere an Kreuzberger Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse aller Schultypen und eignet sich auch für herkunftsheterogen zusammengesetzte Schulklassen.