Projektschultage - Unser Angebot
Israel und Palästina – ein Konflikt, viele Meinungen
Der israelisch-arabische Konflikt emotionalisiert und polarisiert. Seine Wahrnehmung zeichnet sich oft durch problematische Verkürzungen und einseitige Beschuldigungen aus. Vereinfachte Täter- Opfer-Schemata und kollektivierende Zuschreibungen wie „die Israelis“ (bzw. „die Juden“) und „die Araber“ (bzw. „die Muslime“) werden der Komplexität des Konfliktes nicht gerecht. Die multiperspektivische Annäherung an die Hintergründe und Realitäten des Nahostkonfliktes sowie seiner Wahrnehmung in Deutschland animiert zu einer (selbst-)kritischen Auseinandersetzung.
Antisemitismus im Kontext von Ökonomiekritik
Antisemitisch aufgeladene Ökonomiekritik basiert auf einem verkürzten Verständnis wirtschaftlicher Abläufe und Zusammenhänge. Personalisierende Argumentationsmuster und Schuldzuweisungen, die ökonomisches Handeln primär durch Charaktereigenschaften „gieriger“ Einzelner oder ganzer Gruppen erklären, gehen einher mit einseitigen Attacken auf die als „ausbeuterisch“ wahrgenommene Finanzsphäre. Die Auseinandersetzung mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen Finanz- und Produktionssektor hinterfragt solche Denkmuster kritisch.
Jüdische Erfahrung im islamischen Kulturraum
Aus heutiger Sicht erscheint das Verhältnis von Juden und Muslimen oft als von unüberbrückbaren Gegensätzen geprägt. Zeichnet sich die jüdisch-muslimische Beziehungsgeschichte tatsächlich durch ewige Konflikte aus? Ein Blick auf Schnittstellen und Gemeinsamkeiten der Religionen, auf Geschichte und Vielfalt des Islam sowie auf seinen Missbrauch durch politischreligiöse Fundamentalisten nimmt die provokante These der „ewigen Feindschaft“ unter die Lupe.
Ein Planspiel zur Staatsgründung Israels
Das Plan- und Rollenspiel führt in historische Grundlagen des Nahostkonfliktes ein. Simuliert wird eine fiktive internationale Konferenz im Jahr 1947. Die Teilnehmenden lernen die geschichtlichen Hintergründe, die vielfältigen Interessenslagen der beteiligten Akteure und die Komplexität der damit zusammenhängenden Probleme kennen. Sie erkunden mögliche Handlungsspielräume zur Lösung des arabisch-jüdischen Konfliktes im damaligen britischen Mandatsgebiet, sind aber auch mit massiven Hindernissen konfrontiert. Sie sind aufgefordert, selbst Kriterien für eine möglichst „gerechte Lösung“ zu entwickeln.
Eine jüdische Familie aus Kreuzberg
Der Projekttag thematisiert die Entrechtung und Verfolgung jüdischer Menschen im Nationalsozialismus und ihre Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Betroffenen am lokalhistorischen Beispiel. Im Mittelpunkt steht die (Über-)Lebensgeschichte der Familie Arndt aus Berlin-Kreuzberg. Anhand der Biografien der Geschwister Ruth und Erich wird aufgezeigt, wie sich junge jüdische Menschen damals gegen Diskriminierung und Verfolgung zu behaupten versuchten. An Schauplätzen, die heutigen Jugendlichen aus ihrem eigenen Alltag vertraut sind, wird so Geschichte im eigenen Lebensumfeld erkennbar.

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