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Vorurteile abbauen / Vielfalt schätzen. Ein Projekt für Geflüchtete

Das Modellprojekt „Vorurteile abbauen / Vielfalt schätzen. Ein Projekt für Geflüchtete“ nimmt erstmalig junge Geflüchtete als Zielgruppe politischer Bildungsarbeit in den Blick. Über diese Zielgruppe gibt es bislang mehr gefühltes Wissen als empirisch abgesicherte Erkenntnisse. Weder ist klar, welche Zugänge zu und Einstellungen gegenüber der Demokratie und der pluralistischen Gesellschaft junge Geflüchtete haben, noch welche Rolle Vorurteile, insbesondere antisemitische Denk- und Deutungsmuster, bei ihnen spielen. Zudem fehlt es an Erfahrungen inwieweit bewährte Materialien der politischen Bildungsarbeit auch in Gruppen junger Geflüchteter eingesetzt werden können. Es stellt sich die Frage, ob und wie sie zielgruppenspezifisch überarbeitet werden müssen, um erfolgreiche Bildungsprozesse anzustoßen.

Hier setzt das Modellprojekt an. Mit Hilfe von Interviews mit Lehrern, Pädagogen, Mitarbeitern von Flüchtlingseinrichtungen und jungen Geflüchteten sowie teilnehmender Beobachtung im Unterricht verschiedener Willkommensklassen ermitteln wir zunächst die spezifischen Probleme und Bedarfe. Darauf aufbauend werden wir konkrete Bildungsangebote und pädagogische Maßnahmen in Willkommensklassen und in Gruppen unbegleiteter junger Geflüchteter erproben und weiterentwickeln. Schließlich wird im Rahmen des Modellprojektes die von der deutschen Klassenlotterie geförderte Ausstellung „Berlin in Vielfalt. Jüdischem Leben begegnen – Vorurteile abbauen“ für Geflüchtete zugänglich gemacht. Ziel des Projektes ist es junge Geflüchtete für den Umgang mit Vielfalt in der deutschen Migrationsgesellschaft zu sensibilisieren und ihre politischen und sozialen Kompetenzen zu stärken. Abschließend werden die Ergebnisse des Modellprojektes auf einer Fachtagung zur Diskussion gestellt.

Gefördert durch das Programm der Deutschen Islamkonferenz