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Vorurteile abbauen/Vielfalt schätzen. Ein Projekt für Geflüchtete (Jan-Dez 2016)

Das Modellprojekt „Vorurteile abbauen/Vielfalt schätzen. Ein Projekt für Geflüchtete“ nahm 2016 erstmalig junge Geflüchtete als Zielgruppe politischer Bildungsarbeit in den Blick. Über diese Zielgruppe gab es 2016 mehr gefühltes Wissen als empirisch abgesicherte Erkenntnisse. Es gab kaum Forschung darüber, welche Zugänge zu und Einstellungen gegenüber der Demokratie und der pluralistischen Gesellschaft junge Geflüchtete hatten, noch welche Rolle Vorurteile, insbesondere antisemitische Denk- und Deutungsmuster, bei ihnen spielten. In der Bildungsarbeit fehlten Erfahrungen, inwieweit bewährte Materialien der politischen Bildung in der Arbeit mit jungen Geflüchteten genutzt werden könnten. Es stellte sich die Frage, ob und wie sie zielgruppenspezifisch überarbeitet werden müssten, um erfolgreiche Bildungsprozesse anzustoßen.

Hier setzte das Modellprojekt an. Zunächst erfolgte eine Analyse der spezifischen Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten, mit Hilfe von Interviews mit Lehrkräften, Pädagog*innen, Mitarbeiter*innen von Flüchtlingseinrichtungen und jungen Geflüchteten sowie teilnehmenden Beobachtungen im Unterricht in sog. Willkommensklassen. Darauf aufbauend wurden Bildungsangebote in sog. Willkommensklassen und Gruppen unbegleiteter junger Geflüchteter erprobt und weiterentwickelt. Ziel des Projekts war es, gemeinsam mit jungen Geflüchteten die Vielfalt in der Gesellschaft zu erkunden und ihre politischen und sozialen Kompetenzen zu stärken. Die Ergebnisse des Modellprojektes wurden auf einer Fachtagung und in der Publikation „Discover Diversity“ diskutiert.

 

Gefördert durch das Programm der Deutschen Islamkonferenz