Worum geht es in der Ausstellung?
Die Ausstellung widmet sich konkret der Frage: Wie war der Holocaust möglich? Sie rückt die Rolle „gewöhnlicher Menschen“ in den Fokus – Nachbar:innen, Kolleg:innen, Mitschüler:innen – und beleuchtet unterschiedliche Formen von Täterschaft, Mitläufertum und unterlassener Hilfeleistung sowie Handlungsweisen von Personen, die sich der Verfolgung nicht anschlossen.
Die Wanderausstellung verzichtet bewusst auf einfache Erklärungen. Sie zeigt die Vielfalt von Motiven, Spannungen und Entscheidungssituationen, macht Leerstellen sichtbar, wirft Fragen auf zu Wahl- und Handlungsmöglichkeiten und eröffnet Räume für Auseinandersetzung, in denen Ambivalenzen und Widersprüche thematisiert werden. Diese Offenheit ist Grundlage für eine kritische Reflexion historischer Prozesse und individueller Verantwortung.