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Veranstaltung

Jüdischer Salon: „Herkunft“

Maison de France

Zum Ende unserer ersten mehr als bewegten „Salon am Kurfürstendamm“ Saison freuen wir uns sehr auf einen Gesprächsabend mit Carolin Emcke und Lena Gorelik zum fortdauernd virulenten Thema Herkunft:

Herkunft ist mehr als eine geographische oder soziokulturelle Verortung, sie ist all das, was voraus ging und uns prägte. Carolin Emcke und Lena Gorelik sprechen über die Definition und Rolle von Herkunft – und darüber, wie sie die Zukunft beeinflusst. Welche Funktion übernimmt dieser Begriff im politischen Diskurs? Wie vollzieht sich die eigene Identitätsverortung vor dem Hintergrund fremder Zuschreibungen? Und wie lässt sich über Herkunft schreiben?

© Andreas Labes

Carolin Emcke,

geboren 1967, Publizistin, studierte Philosophie in London, Frankfurt/M. und Harvard und promovierte über den Begriff „Kollektiver Identitäten“.

Sie arbeitete mehrere Jahre als Auslandsredakteurin und -Reporterin mit Fokus auf Krisenregionen und berichtete u.a. aus dem Kosovo, Afghanistan, Irak, Gaza, Kolumbien und Haiti. Seit 2014 ist sie als freie Publizistin tätig. In ihren Büchern, Essays, Kolumnen, aber auch künstlerischen Interventionen befasst sie sich mit den Themen Gewalt und Trauma, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus, Sexualität und Begehren. Ihre Bücher wurden weltweit in über 10 Sprachen veröffentlicht. Zuletzt erschien „Für den Zweifel. Gespräche mit Thomas Strässle“ (2022). Seit über 15 Jahren kuratiert und moderiert Carolin Emcke den „Streitraum“ an der Schaubühne Berlin.

Sie wurde u.a. mit dem „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“, dem „Johann Heinrich Merck“-Preis für Essayistik und dem „Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik“ ausgezeichnet. Carolin Emcke lebt in Berlin.

 

Lena Gorelik,

geboren 1981 in St. Petersburg, kam 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ (2004) wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ihr Roman „Die Listensammlerin“ (2013) wurde mit dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet. 2015 erschien „Null bis unendlich“, 2017 „Mehr Schwarz als Lila“, ein Coming-of-Age-Roman, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Sie schreibt Essays und Reportagen u.a. für DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandradio und Theaterstücke. Im Mai 2021 erschien ihr neuer Roman „Wer wir sind“.

© Charlotte Troll

Veranstaltungsort

Maison de France
Kurfürstendamm 211
10719 Berlin
Deutschland