Wir überarbeiten derzeit unsere Homepage und werden in kürze Ihnen unseren neuen Internetauftritt präsentieren.
laufendes Modellprojekt
die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) arbeitet seit
Oktober 2007 am Modellprojekt „Pädagogische Module gegen Antisemitismus
für muslimisch geprägte Jugendliche“, das durch die Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im
Rahmen des Programms „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und
Demokratie“ gefördert wird. Die notwendige Kofinanzierung haben wir bisher
u.a. vom Bundesinnenministerium, der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und dem Programm Soziale Stadt/Quartiersmanagement erhalten.
Das Modellprojekt umfasst die Entwicklung, Erprobung und Fertigstellung
von vier modellhaften Unterrichtseinheiten zum Themenfeld „neuer
Antisemitismus“ sowie eine Fortbildungsreihe für Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren der außerschulischen Bildungsarbeit. Ziel ist es,
pädagogische Konzepte für die schulische Auseinandersetzung mit den
verschiedenen Ausprägungen des aktuellen Antisemitismus zu entwickeln. Die
erarbeiteten Unterrichtseinheiten berücksichtigen insbesondere die
Lebensrealitäten und Einstellungsmuster muslimisch geprägter Jugendlicher.
Am 9. Dezember 2008 fand in der Mittelpunktbibliothek in der Adalbertstraße die Eröffnung der Ausstellung „Warum bist du nicht tot?“ Geschichten jüdischer Menschen in Kreuzberg 1933-1945 statt. Nach einer Rede der Projektleiterin Karoline Georg sprach Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz einige Grußworte und eröffnete die Ausstellung. Die Ausstellung ist in der Bibliothek bis zum 16. Januar 2009 zu sehen. Dann wird sie als Wanderausstellung an Kreuzberger Schulen gastieren. Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an Karoline Georg: karoline.georg@kiga-berlin.org
Die Rede zur Ausstellungseröffnung als PDF finden Sie hier
Mit unserer Ausstellung „Warum bist du nicht tot? – Jüdische Menschen in Kreuzberg 1933 – 1945“ wollen wir, die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.), das Interesse von Jugendlichen aus dem Kiez an einer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah wecken. Unser Ziel ist es, auf der Grundlage eines persönlichen, lokalhistorisch orientierten pädagogischen Zugangs Anknüpfungspunkte für Schülerinnen und Schüler zu schaffen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Lebensgeschichten von sechs Menschen aus Kreuzberg. Die Biografien verbinden zwei zentrale Momente – den Bezug zum Stadtteil und die nationalsozialistische Verfolgung von Jüdinnen und Juden, die unabhängig vom individuellen Selbstverständnis der Betroffenen geschah. Die Geschichten ihrer Leben handeln von Fremdbestimmung und Selbstbehauptung, von Flucht und Widerstand, von Verrat und Solidarität, von Tod und Überleben.
Die Ausstellung wird vom 9. Dezember 2008 bis zum 16. Januar 2009 in den Räumen der Mittelpunktbibliothek (Wilhelm-
Liebknecht-Bibliothek) in Kreuzberg zu sehen sein. Im kommenden Jahr soll sie als Wanderausstellung in verschiedenen Kreuzberger Schulen gastieren. Begleitend zur Ausstellung bietet KIgA e.V. einen sechsstündigen Projekttag für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 an. Für nähere Informationen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung.
Am Dienstag, den 9. Dezember, um 19:30 Uhr wird die Ausstellung in den Räumen der Mittelpunktbibliothek (Wilhelm-Liebknecht-Bibliothek), Adalbertstraße 2, 10999 Berlin durch den Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz, eröffnet. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen.
Flyer zur Ausstellung (PDF 650kb)
Am 16. Juni lud der Innenausschuss des Deutschen Bundestages Sachverständige zu einer Anhörung zum Thema Antisemitismus. Aycan Demirel sprach als Vertreter der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus zum Themenblock IV - „Erwartungen der jüdischen Gemeinde und zivilgesellschaftlichen Akteure“ - über die Erfahrungen unserer Arbeit und machte auf die Schwierigkeiten kleinerer Projekte im von der Bundesregierung aufgelegten Programm "VIELFALT TUT GUT“ aufmerksam.
Wir dokumentieren hier seinen Beitrag.
Ausschreibung (Mai 2008 bis Juli 2009)
Pädagogische Strategien gegen Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft
Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) sucht interessierte MultiplikatorInnen mit Migrationshintergrund, die in der politischen Bildungsarbeit gegen Antisemitismus tätig sind oder künftig tätig sein wollen. Im Zeitraum Mai 2008 bis Juli 2009 veranstalten wir eine Fortbildungsreihe zum Thema „Pädagogische Strategien gegen Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft“. Die Weiterbildung ist Bestandteil des vom Bundesprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ geförderten Modellprojektes der KIgA e.V. und wird durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert.
Inhaltliche Schwerpunkte der Qualifizierung sind die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten einer Pädagogik gegen Antisemitismus, die Beschäftigung mit dem Nahostkonflikt sowie mit dem Themenbereich Islam, Islamismus und Antisemitismus, das Kennenlernen verschiedener Facetten jüdischen Lebens in Berlin, die Auseinandersetzung mit Ansätzen der Holocaust-Education und nicht zuletzt die Beschäftigung mit dem Themenkomplex Antisemitismus und Ökonomie. Überdies beinhaltet die Qualifizierung einen theorie- und praxisorientierten methodisch-didaktischen Teil.
Insgesamt finden sieben Wochenendseminare statt. Die Seminare sind für den Zeitraum Freitagvormittag bis Sonntagmittag konzipiert. Die erste Weiterbildung wird Ende Mai 2008 durchgeführt. Prof. Dr. Viola B. Georgi von der Freien Universität Berlin und Dr. Rainer Ohliger von der Humboldt Universität Berlin begleiten das Projekt beratend.
Wenn Sie Interesse an der Weiterbildung und bereits über einige Erfahrungen in dem Arbeitsfeld verfügen, senden Sie ihre Bewerbung samt kurzem Motivationsschreiben per Post oder per E-Mail an uns. Bitte berücksichtigen Sie, dass die Teilnahme eine Anwesenheit über den gesamten Fortbildungszeittraum hinweg erfordert.
Da wir nur eine begrenzte Anzahl an TeilnehmerInnen aufnehmen können, bewerben Sie sich bitte bis zum 22. April 2008. Detailfragen können im Rahmen eines persönlichen Vorgesprächs geklärt werden.
Kontakt und Ansprechpartner für Ihre Bewerbung:
KIgA e.V. (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus)
Mirko Niehoff, Aycan Demirel
Oranienstr. 34
10999 Berlin
Tel.: 030 – 69565865
Mail: mail@kiga-berlin.org
Am 31.01.2008 wurde die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus für ihr Projekt „Jüdisches Leben in Kreuzberg“ mit dem von der Berliner SPD ausgelobten Preis alex – Gemeinsam gegen Rechts als eine von fünf Initiativen ausgezeichnet. Der Preis von 2000 € wurde uns durch Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand überreicht.
Wir bieten am 5. Februar 2008 ein Fortbildungsseminar zu unserer Methode
für die Lehrer und Lehrerinnen des OSZ Handel 1 im Rahmen des pädagogischen Tages „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ .
Der unmittelbare Fortbestand der KIgA ist gesichert. Nach Monaten der Ungewissheit über unsere zukünftige Finanzierung können wir unsere Arbeit fortsetzen.
Seit dem 1. September 2007 hat die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus ihre Arbeit wieder aufgenommen. Nun werden zwei Projekte realisiert: In enger Zusammenarbeit mit dem Kreuzberg-Museum und gefördert durch das Programm „Soziale Stadt“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entwickeln wir ein Ausstellungsprojekt zum Jüdischen Leben in Berlin-Kreuzberg. Außerdem haben wir am 1. Oktober damit begonnen, Unterrichtsmodule für die Sekundarstufe I und II zu den Themenfeldern Islamismus, Nahostkonflikt und Ökonomie/Globalisierung im Zusammenhang mit verschiedenen Formen von Antisemitismus zu entwerfen. Diese Module werden dann ab dem Frühjahr/Sommer 2008 in Kreuzberger Oberschulen von uns angewendet. Im Rahmen des vom Bundesprogramm „Jugend für Vielfalt und Toleranz“ geförderten Projektes wird zudem ein Kreis von Teamer/innen - überwiegend mit türkischem und/oder arabischem Herkunftshintergrund - sowohl inhaltlich als auch didaktisch fortgebildet.
Trotz dieser erfreulichen Nachricht sind wir weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Ihr KIgA-Team
Am Freitag, den 20. April 2007 hat die Kreuzberger Initiative gegen
Antisemitismus – KIgA e.V. vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz –
gegen Extremismus und Gewalt“ einen Ehrenpreis für vorbildliches
zivilgesellschaftliches Engagement erhalten. Insgesamt wurden 11 Projekte
mit Ehrenpreisen ausgezeichnet.
Weitere Informationen unter: http://www.buendnis-toleranz.de
Die aktuelle Broschüre der KIgA "Pädagogische Konzepte gegen Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft" steht ab sofort auch als PDF-Version zum Download bereit!
Zum Download bitte auf die Abbildung klicken!
Um den Fortbestand der KIgA und ihrer Arbeit zu ermöglichen,
benötigen wir dringend Ihre Unterstützung.
Spenden an:
IBAN: DE32100205000003329300
Papierform: DE32 1002 0500 0003 3293 00
BIC: BFSWDE33BER (Ort: Berlin)
Die Spenden sind steuerlich absetzbar.
Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus
wird von folgenden Einrichtungen gefördert:
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
„VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie“.
Das
Projekt wurde vom Bundesministerium des Innern auf Grund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages gefördert.