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Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit gegen Antisemitismus!
KIgA e.V.
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BIC   BFSWDE33BER

 

FREIBERUFLICHE TEAMER_INNEN GESUCHT!

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) fragt Dich:

  • Weißt Du Vielfalt zu schätzen und möchtest dazu beitragen, eine vorurteilsfreie und wertschätzende Gesellschaft zu fördern?
  • Bist Du der Meinung, dass Ausgrenzung, Abwertung und Intoleranz entschieden entgegengetreten werden muss?
  • Findest Du, dass Antisemitismus, Radikalisierung und Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben sollten?
  • Möchtest Du Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, kritisches Denken zu entwickeln und zu verfestigen, sich in andere Perspektiven hineinzuversetzen und Handlungsstrategien im Umgang mit extremistischen Positionen zu entwickeln?

 

Wenn Du diese Fragen mit einem deutlichen „Ja!“ beantworten kannst, dann bist Du genau richtig bei der KIgA! Denn für unsere Praxisstelle Bildung und Beratung für Schulen suchen wir Dich als engagierte Teamer_in zur Verstärkung unseres vielfältigen Teams ab Februar 2020.

Wir freuen uns auf freiberufliche Teamer_innen, die sich mit den Zielen der KIgA identifizieren und mit unterschiedlichen Methoden zum Themenfeld Antisemitismus arbeiten möchten. Aufgabe der Teamer_innen ist die selbstständige Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Projekttagen für unterschiedliche Klassen und Schularten, für welche die Teamer_innen geschult werden.

Um was geht es?

Die steigenden Anfragen von Schulen, die öffentlichen und privaten Auseinandersetzungen mit Antisemitismus und islamistischer Radikalisierung und die damit zusammenhängenden Forderungen machen einen akuten Bedarf an Präventionsangeboten deutlich. Die KIgA entwickelt seit bereits 15 Jahren pädagogische Handlungsansätze und Materialien zu den Themen Antisemitismus und Islamismus. Mit einem nachhaltigen und breiten Praxisangebot wird ein effektives Mittel geschaffen, um mit außerschulischer politischer Bildung an Schulen antisemitische Denkmuster zu durchbrechen und Radikalisierungstendenzen entgegenzuwirken. Die Formate sind einzelne oder mehrtägige Projekttage, Workshops oder Projektwochen sowie längerfristige, schulhalbjahresübergreifende Arbeitsgemeinschaften.

Wie wirst Du als Teamer_in ausgebildet und welche Themen werden in den Methoden aufgegriffen?

Du wirst an wechselnden Tagen in verschiedenen Modullehrgängen die Gelegenheit haben, Dich für mehrere Methoden zu qualifizieren. Das Themenspektrum der Methoden ist vielfältig: So behandeln sie unter anderem Erinnerung und Holocaust, Geschichte und Gegenwart des Nahostkonflikts, Verschwörungsmythen, verschiedene Formen von Antisemitismus, Islamismus, antimuslimischen Rassismus, jüdisch-muslimische Beziehungsgeschichte und jüdisches Leben in der Gegenwart.

Nach dem Besuch eines Einführungsworkshops und der praktischen, inhaltlichen Module wirst Du einmal hospitieren und anschließend kannst Du in den Schulen eingesetzt werden.

Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?

Gute Kenntnisse in den Themenfeldern Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung, Phänomene menschenfeindlicher Einstellungen, Diversität, Inklusion, Demokratiebildung, Praxiserfahrungen in (historisch-) politischer Bildung, Pädagogik und benachbarten Feldern, ein selbstbewusstes, freundliches Auftreten, ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Reflexionsvermögen, Kritikfähigkeit und Engagement.

Wir erwarten die Teilnahme an regelmäßigen Teamtreffen, kollegialer Beratung und Fortbildungen (ohne Vergütung), nach Bedarf vereinzelt ehrenamtliche Unterstützung bei repräsentativen Aufgaben und die Bereitschaft, mindestens 4 Projekttage im Jahr zu übernehmen.

Wir sind ein vielfältiges und interdisziplinäres Team. Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte, Menschen mit Rassismus-, Antisemitismus- und anderen Diskriminierungserfahrungen sowie Menschen mit Behinderung begrüßen wir ausdrücklich.

Wir bieten ein interessantes Arbeitsumfeld, ein nettes Team und spannende Bildungsarbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen. Die Bezahlung erfolgt auf Honorarbasis.

Bitte sende Deine Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Nachweis über ev. Abschlüsse, individuell gestaltetes Motivationsschreiben mit deinen bisherigen Erfahrungen und Qualifikationen und persönlichen Erlebnissen und Reflexionen zu den genannten Themen) bis spätestens zum 02. Februar 2020 an Désirée Galert, Leiterin der Praxisstelle Bildung und Beratung, praxisstelle@kiga-berlin.org

Ein persönliches Kennenlernen findet voraussichtlich am 10. und 11. Februar 2020 statt.

Ein aktuelles erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nicht älter als drei Monate muss vorgelegt werden. Falls Ihr noch keines habt, kontaktiert uns diesbezüglich, da für die Ausstellung eines erweiterten Führungszeugnisses ist eine schriftliche Aufforderung unsererseits nötig ist, die ihr mit einreichen müsst.

Für Rückfragen stehen wir gerne unter 030 – 28439722 zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Dich!

Dein Team von der KIgA Praxisstelle Bildung und Beratung

 

An Demokratieförderung spart man nicht – schon gar nicht jetzt

Breites Bündnis fordert mehr Geld für Demokratieprogramm

Die Kritik an der Bundesregierung und ihrem Demokratieförderprogramm wächst. Rund 120 Organisationen der Zivilgesellschaft sowie rund 120 Unterstützer*innen fordern Familienministerin Franziska Giffey (SPD) am Freitag in einem offenen Brief dazu auf, mehr Geld für „Demokratie leben!“ bereitzustellen: 200 Millionen Euro jährlich statt der bisher zugesagten 115 Millionen Euro sollen vor allem Modellprojekten für deren Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus zukommen. In seiner jetzigen Form spalte das Bundesförderprogramm die Zivilgesellschaft in Konkurrenten um die wenigen Projektgelder, so die Unterzeichner*innen.

Zum Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren hat „Demokratie leben!“ etwa 400 Modellprojekte gefördert. Nun sollen nur noch rund 100 dieser innovativen Projekte gefördert werden. Eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Träger kann nun keine Förderung beantragen. Einige von ihnen arbeiten bereits seit Mitte der 2000er Jahre in ihrem Feld, der Wegfall der Gelder ist für viele existenzbedrohend. Die Unterzeichner*innen kritisieren: „Dass das Ministerium sich gerade jetzt einer seiner größten Erfolgsgeschichten beraubt, halten wir für falsch. Es braucht mehr Zivilgesellschaft, mehr Engagement, mehr Kompetenz, mehr Erfahrungstransfer, mehr Ermutigung für Minderheitengruppen – und nicht weniger.“

Die Absagen stehen, so die Unterzeichner*innen, in eklatantem Widerspruch zu aktuellen Herausforderungen wie rechtsextremem Terror. Ferda Ataman von den „neuen deutschen organisationen“ sagt: „Gerade jetzt darf die Bundespolitik nicht an Demokratieförderung sparen, sie war nie notwendiger als jetzt. Es ist außerdem günstiger, in Gesellschaftspolitik zu investieren, als ständig die Sicherheitsmaßnahmen hochschrauben zu müssen.“ 
Auch die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus ist von den Kürzungen massiv betroffen. Seit über 15 Jahren entwickelt sie Konzepte zu aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus, insbesondere für die Arbeit in muslimisch- sozialisierten Milieus. Direktor Aycan Demirel warnt: „Viele unserer Projekte, unter anderem auch die wichtige Basisarbeit in Moscheegemeinden, müssen wir einstellen.“

Ministerin Giffey hatte das Förderprogramm umstrukturiert, kommunale Projekte können künftig mehr Geld erhalten – allerdings auf Kosten der Modellprojekte. „Das Problem ist nicht die Stärkung kommunalen Engagements, sondern die Kürzung bei den zivilgesellschaftlichen Trägern und die spaltende Wirkung der aktuellen Programmpolitik“, sagt Katharina Debus von Dissens – Institut für Bildung und Forschung. Der Verein setzt seit 30 Jahren Bildungsprojekte zu Geschlecht und Diskriminierung um, unter anderem zu geschlechterreflektierter Rechtsextremismusprävention, und ist durch die aktuelle Politik existenziell bedroht. Debus fordert: „Die zivilgesellschaftlichen Träger müssen unabhängig von den politischen Konjunkturen in den Kommunen sein.“ Timo Reinfrank von der Amadeu Antonio Stiftung ergänzt: „Wir setzen darauf, dass die Haushaltspolitiker in der Bereinigungssitzung am 14. November die Mittel für das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ deutlich erhöhen.“

Zudem fordern die Unterzeichner*innen eine langfristige strukturelle Förderung für bereits bewährte und erfolgreiche Träger, ein transparentes System der Bewertung von und Entscheidung über Förderzusagen sowie einen Beirat aus Trägerorganisationen, die Einfluss auf die zukünftige Programmgestaltung nehmen können.

Link zum Offenen Brief: www.demokratie-mobilisieren.de

 

 

Einladung zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung
"L’Chaim – Auf das Leben
Die Vielfalt jüdischen Lebens entdecken" in Dresden!

Die Eröffnung findet mit Begleitprogramm und anschließendem Empfang
im Neuen Rathaus (Foyer Goldene Pforte), Dresden, statt.
Am Mittwoch, 23.10.2019, um 18 Uhr

Öffnungszeiten Foyer Goldene Pforte:
Montag, Mittwoch, Donnerstag: 9 –16 Uhr
Dienstag: 9 – 18 Uhr 
Freitag: 9 – 14 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Mitveranstalter ist die Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden e.V.

 

 

L`Chaim im Rathaus Lichtenberg!

Öffnungszeiten bei freiem Eintritt: Montag bis Freitag von 10-20 Uhr
Öffentliche Führungen: Mittwoch 9.10., Freitag 11.10, Mittwoch 14.10. und Freitag 18.10. jeweils um 18 Uhr

 

 

EVZ Foundation Award for Jewish-Muslim Solidarity

Jewish-Muslim Solidarity Award

-Deutsch-

Um jüdisch-muslimische Kooperationen und Solidarität zu fördern und sichtbar zu machen, möchten die Stiftung EVZ und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) inspirierende Personen, Initiativen, Projekte oder Organisationen, die in einem der folgenden Bereiche auf Grassroots-Level tätig sind, auszeichnen:

  • Juden und Jüdinnen und Muslim*innen, die sich gemeinsam um die Lösung bzw. Bearbeitung von Problemen einsetzen, von denen beide Communities gleichermaßen betroffen sind;
  • Muslimische oder jüdische Initiativen / Einzelpersonen / Organisationen, die die jeweils andere Community unterstützen;
  • Juden und Jüdinnen und Muslim*innen, die Wege zur Verständigung beschreiten, welche über einen Dialog hinausgehen (z. B. Musik, Kunst, Literatur, Gemeindearbeit, Jugendprojekte usw.)


Der Preis, eine bedingungslose Spende in Höhe von 5.000 Euro, wird im November 2019 bei einer Zeremonie in Berlin an einen Akteur aus Deutschland und einen aus den USA verliehen.

 

-English-

EVZ Foundation and Kreuzberg Initiative against Antisemitism (KIgA) want to award inspiring individuals, initiatives, projects, or organizations from the grassroots level, which take actions of one of the following natures:

  • Jews and Muslims come together for tackling or resolving an issue affecting both communities;
  • A Muslim or Jewish community/ individual/ organization supports the enhancement of the conditions of the other minority;
  • Jews and Muslims find means to go further in understanding each other than a dialogue meeting (e.g., music, art, literature, community work, youth project, etc.)

 

The Prize, an unconditional donation of € 5.000, will be awarded to one actor from Germany and one from the US at a ceremony in November 2019.


 

 

 

 

Die Buber-Rosenzweig-Medaille ist eine große Ehre für uns!
Unseren tiefsten Dank an den Deutschen Koordinierungsrat GCJZ für diese wundervolle Anerkennung unserer Arbeit und eine herzliche Gratulation an die KollegInnen vom Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. (NDC), die gemeinsam mit uns in Nürnberg zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit ausgezeichnet wurden.

 

 

 

 

Alle Infos zu unserer Veranstaltungsreihe "Rückfall in eine autoritäre Zukunft?" jeden 1. Montag im Monat in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, finden Sie hier.

 

Mitarbeiter*in auf Honorarbasis gesucht!

Wir suchen MitstreiterInnen für unser Projekt Verstehen & Handeln - Umgang mit türkeibezogenen Konflikten an Schulen.

Das Modelprojekt setzt sich das Ziel, pädagogische Handlungsstrategien hinsichtlich von „türkeibezogenen Konflikten“ an Schulen zu entwickeln. Zunächst haben wir im Projekt zentrale Konflikte und Deutungen auf die türkeibezogenen Fragen identifiziert. Dabei geht es zum einen um den Einfluss von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen in der Türkei auf die Schulen bzw. auf das Schulleben in Deutschland. Zum anderen steht dabei die Auseinandersetzung mit Identitäten türkischstämmiger Jugendlicher im Vordergrund des Projekts. Bearbeitet werden in diesem Zusammenhang Aspekte von Migration, Zugehörigkeit-und Ausgrenzungserfahrungen, sowie Identitätsbildung im Kontext dieser.

Voraussetzungen für die Stelle sind pädagogische Vorerfahrungen bzw. Erfahrungen in der Erwachsenenbildung, inhaltliche Kenntnisse zur Geschichte, Politik und bedeutender Ereignisse der Türkei, sowie zur Migration und Migrationsgeschichte Deutschlands.

Weiterhin sind gute Türkischkenntnisse notwendig. Wir bieten Einblick in unsere pädagogische Praxis und weitere Qualifizierungsmöglichkeiten, sowie Zusammenarbeit in einem interessanten Team bei einem etablierten Bildungsträger.

Senden Sie das Bewerbungsschreiben bei Interesse bitte bis Ende Januar 2019 per Mail an mail@kiga-berlin.org

 

Montag, den 03.12.2018 geht die Abendveranstaltungsreihe „Rückfall in eine autoritäre Zukunft?“ in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale, in die nächste Runde. Diesmal wird der Historiker und Autor Dr. Volker Weiß über rechte Denktradition und die Neue Rechte sprechen. In der anschließenden Diskussion können Fragen aus Perspektive einer (antisemitismuskritischen) politischen Bildungsarbeit gestellt und diskutiert werden.

Der Vortrag von Herrn Weiß ist der vierte im Rahmen der Veranstaltungsreihe. Sie erfreut sich eines sehr großen Interesses und wird daher im nächsten Jahr fortgesetzt, wobei die ersten vier Veranstaltungen und Referent*innen bereits feststehen. So werden wir im Januar gemeinsam mit Frau Prof. Jaeggi der Frage nach der Aktualität des Werkes „Dialektik der Aufklärung“ nachgehen. Im Februar werden wir mit Frau Dr. Shooman über antimuslimischen Rassismus sprechen und diskutieren. Im März werden wir dann gemeinsam mit Herrn Hillje über Empfindungen der „politisch Verlassenen“ als eine Ursache für die Bedeutungszunahme rechter Bewegungen und Denkkonzepte sprechen. Und im April werden wir uns mit Frau Dr. Arnold den antisemitischen Erscheinungsformen und Diskursen in der postmigrantischen Gesellschaft widmen.

Das Programm kann Online zum Beispiel unter folgendem%2