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Pressemitteilung zum Bericht des unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus des deutschen Bundestags


Berlin, 24.04.2017

Pressemitteilung

KIgA / Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus begrüßt den Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus zu aktuellen Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland. Die Analyse der aktuellen Ereignisse ist grundlegend für unsere Arbeit gegen Antisemitismus, insbesondere die verstärkte Beschäftigung mit der Präventionsarbeit in dem Bericht. Darüber hinaus sind für uns die Teilstudien zu „Antisemitismus bei Geflüchteten“, „Antisemitismus und Moscheegemeinden“ sowie „Befragung muslimischer Akteure -  Erfahrungen in der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus mit muslimischen Jugendlichen“ von besonderer Bedeutung. Der Bericht des Expertenkreises beleuchtet damit ein Themenfeld, zu dem es bisher kaum empirische Daten gibt. Dies gilt gerade für die o.g. Pilotstudie zu „Geflüchteten“ und deren möglichen antisemitischen Haltungen, die offensichtlich stark von den jeweiligen Herkunftsländern abhängen.

Darüber hinaus fühlt sich die KIgA in ihrer Arbeit gegen Antisemitismus im Zusammendenken von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bestätigt. Der Expertenbericht und ebenso die KIgA sehen darin eine große Chance, Antisemitismus sowohl auf der gesellschaftspolitischen Ebene als auch auf der Ebene der Bildungsarbeit erfolgsversprechend zu entgegnen. Gerade für die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus unter Muslimen sei dieser Ansatz besonders wichtig, so der Vorsitzende der KIgA, Dervis Hizarci.

Die KIgA unterstützt zu dem noch die Forderung nach einer/einem Antisemitismusbeauftragten. Unabdingbar erscheint uns allerdings auch die Kontinuität eines unabhängigen Expertenkreises, der Wissenschaft und Praxis zusammenführt und in bestimmten Abständen fundierte Analysen über Problemfelder im Bereich Antisemitismus vorlegt.

Hizarci unterstreicht die Forderung des Expertenkreises, die Arbeit der Träger in der Antisemitismusprävention dauerhaft zu fördern. Die Nachhaltigkeit der Antisemitismusbekämpfung sei immens wichtig, die Träger bräuchten Planungssicherheit.  Die Förderstrukturen sollen entsprechend angepasst und die Arbeit der Schlüsselakteure im Arbeitsbereich institutionalisiert werden. Nur so kann die Arbeit gegen Judenfeindschaft erfolgreich weiterentwickelt und in der Breite implementiert werden.

Pressekontakt:

E-Mail: dervis.hizarci@kiga-berlin.org

Hier der Downloadlink des Berichtes:

https://www.bundestag.de/blob/503858/d53b102fedfe3b2dd7dcc862aad673ab/antisemtismusbericht_bericht-data.pdf

Einen Kurzvortrag zu den Erkenntnissen der Studie von unserem Vorstandsmitglied und Ko-Koordinatorin des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, Juliane Wetzel, finden sie unter diesem Link.